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STEFAN HEIMOZ - Liedermacher

Scharnachtal: Neue CD von Stefan Heimoz
NIESEN DANK CHEOPS' TOCHTER


Anlehnend an seinen Hausberg veröffentlicht der Kandertaler Chansonnier Stefan Heimoz die CD «D’Pyramide».

Alle zwei Jahre eine CD scheint das Motto von Stefan Heimoz zu sein. Nach «Unbegränzt haltbar» (2006) und «Gueti Zyt» (2008) bringt der 41-jährige Reallehrer am Montag sein drittes Album auf den Markt. Und nach einer breiten Palette von fröhlichen, schrägen und zuweilen rebellischen Liedern mit teilweise biografischem Charakter bekennt sich Heimoz jetzt auch musikalisch zu seiner Heimat und den Bergen.

Das Niesenlied
Schlicht «D’Pyramide» heisst das neue 16 Lieder umfassende Album, was die sowohl auf dem Cover als auch im Booklet strahlende Cheops-Pyramide von Giseh bekräftigt. Gemeint ist damit indes nicht nur das architektonische Weltwunder, sondern massgeblich auch der Niesen. Im gleichnamigen Lied führt der Scharnachtaler Liedermacher seine Zuhörer fantasievoll in die Zeiten der alten Ägypter zurück und erzählt ihnen eine fast wahre Entstehungsgeschichte des Niesens.
Und man stelle sich mal eine Niesenbahn vor, die ohne Niesen in der Ebene herumfährt: «Chiem no derzue, dass me schampar schräg drin müessti sitze.»

Texte im Niesenbuch
Schlicht «Deheim» heisst Heimoz’ Liebeserklärung ans Kandertal und seine Menschen, «wo nes Wort würklech no das meint, wome seit, u me geng no ufenang agwise isch. Wo o d’Zyt zum Glück chli längsämer vergeit u d’am beschte eifach ganz di sälber bisch.»
Die Liedertexte von «D’Pyramide» und «Deheim» sowie ein Kurzporträt von Stefan Heimoz sind auch im Jubiläumsbuch «Der Niesen und seine Bahn» abgedruckt, welches in einer Woche im Buchhandel erscheint.

Bruno Petroni, Berner Oberländer, 16.4.2010
www.stefanheimoz.ch

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STEFAN HEIMOZ – GUETI ZYT

Wenn man von Heuschnupfen geplagt ist, sich mit Dummheit und Politik herumschlagen muss, fünfzig Jahre auf die Angebetete wartet und von einen Hund angepinkelt wird, sollte man schon darüber singen...

„Der Berner Liedermacher singt Vorder- und Hintergründiges - oder anders gesagt: Haupt- und Nebensächliches...“, steht auf seiner Homepage. Diese Aussage trifft den Nagel auf den Kopf. Stefan Heimoz ist Musiker, Schreiber, Dichter, Geschichtenerzähler und Minnesänger zugleich und hat im siebten Jahr seiner Bühnenkarriere am siebten Natural Sound Open Air im Kiental seine neue CD „Gueti Zyt“ erstmals vorgestellt. „Säg mal, cha das würklech si, dass i nächstens 40i bi...?“ singt der 39-Jährige und durchleuchtet ironisch und mit einem Lächeln Zustände des Alltagslebens, ulkige Situationen und himmeltraurige Begebenheiten. Mal gedankenvoll, fast traurig, dann wieder aufgeweckt und munter wie etwa der „Heurüüme-Blues“. Der Barde predigt Lebensweisheiten, ohne sich selber immer daran zu halten, erteilt sinnvolle und weniger sinnvolle Gratis-Tipps, liebt und leidet, gibt sich allwissend, wohl wissend, dass dem nicht so ist, lacht über sich selbst und umgarnt seine Mitmenschen mit seiner unkomplizierten, offenen Art. Die Sichtweisen von Stefan sind verwinkelt, seine Inhalte durchdacht und doppelbödig, zum Sinnieren und Schmunzeln. Wenn sich der Sänger zum Beispiel als alten Baum sieht und ein Hund an seinen Stamm pinkelt, muss er doch zugeben: „Mängisch steisch eifach im Seich...“ Die Eigenkompositionen sind witzig, spöttisch bis bissig, grüblerisch, charmant und liebenswert. Ja sogar ein Liebeslied an einen Esel hat Platz auf der Scheibe gefunden: „...si streckt mer z Mu entgäge u ihre Damebart...“ Die offenherzige Musik untermauert spielerisch die eigentümlichen Texte, die akustische Gitarre bekommt ab und zu ein "E-" vorneweg und wird dann und wann begleitet von exotischen Instrumenten wie Djembé, Akkordeon, Cello (Christine Heimoz) und Mundartharmonika (Mike Sutter). Delikatessen für Ohr und Geist...

„U falls i trozdäm mal wider es Lied sött schribe, würd das da de glich mis letschte blibe. U faus du di itze fragsch, wiso, s’isch doch logisch, schliesslech heisst’s ja eso: Mis letschte Lied!“

trespass.ch, Swiss Music Scene (Text: Eve)

Kinderbuch
Ds Glöönli Böhnli Maggaröönli von Sutter, Macartney, Heimoz

«Ds Glöönli Böhnli Maggaröönli het i sire Hang es füürzündgüggurots Ballönli mit däm flügts umenang», beginnt das von Mike Sutter geschriebene und vom Zürcher Zeichner Alex Macartney illustrierte Kinderbuch. Dieses Mal erlebt der kleine Clown auf einem Bauernhof allerhand Abenteuer: mit Hofhund Bari, einer frechen Maus oder dem süssen «Söili namens Pöili». Die Zeit auf dem Bauernhof vergeht «vil zgleitig» und das «Glöönli» muss weiter, heimwärts, himmelwärts. Der Berner Sutter hält seine munteren Texte in Versform, Stefan Heimoz vertonte sie, und man findet die Lieder sowie eine Karaoke-Version auf der dem Buch beigelegten CD. Ein multimediales Vergnügen für Gross und Klein. (Weber Verlag)

(SCHWEIZER FAMILIE 6/08)

Heubüni Ortschwabe, 14.11.2010